Samstag, 20. Dezember 2014

Kapitel 6

Wie üblich holte Jonah exakt um 7:15 den Jayden ab.
,, Heute bekommen wir die Stundenpläne für die Förderkurse, für was hast du dich angemeldet?", fragte Jonah
,, Für Kunst, weil ich den Rest nicht leiden kann. Und du?"
,, Informatik, ich nehme mir dort Zeit um einbisschen zu hacken. Als erstes den Facebookaccount von diesem Tyson." 
,, Gehe aber nicht zu weit Jonah. Wir wissen alle, dass du alles mögliche hacken kannst. Du wärst letztes mal fast vom FBI verhaftet worden.", sagte Jayden besorgt. 
,, Ja keine Angst." 

Die Stundenpläne waren da. Jayden und Jonah schafften es noch sich zwischen dem ganzen Gedränge ein zu mischen. 
,, Alter, geil! Yasmin hat auch Informatik. Geilooooooo.", sagte Jonah jubelnd zu Jayden.
,, Alter, ich bin bei Kunst nicht eingetragen! Mein Name steht niergends. Schau mal wo ich eingeteilt wurde. 
Nach einer Minute fand Jonah den Namen von Jayden: ,, Du bist beim Theaterkurs zugeteilt worden. Sagtest du nicht du hast Kunst?"
,, Hä??? Ich bin mir sicher, dass ich mich bei Kunst angemeldet habe. Ich gehe nach der Schule zum Direktor.", sagte Jayden verwirrt.
Was Jayden sagte, tat er auch, er ging nach der Schule zum Direktor.
,, Ich bin mir sicher, dass ich Kunst genommen habe und nicht Theater!" 
,, Herr King, wir können nichts machen. Sie haben sich anscheinend beim Theaterkurs angemeldet. Es tut uns Leid, wir können das nicht ändern.", meinte der Direktor. 
Als Jayden das Zimmer vom Rektor verliess, stossen Billy und die Rowdies auf ihn zu: ,, Hahaha, wir dachten, dass Kunst nichts für dich ist und aus dir ein guter Schauspieler werden könnte. Wir haben es für dich gemacht, möchtest du uns nicht danken, dass du so tolle Freunde hast? 
Jayden schwieg.
,, Naja, egal viel Spass.", sagte Billy und schupste Jayden weg. 
Jayden dachte sich: ,, Dieser mieser Kerl! Der weiss ganz genau, dass ich kein Selbstvertrauen habe. Fuck. Fuck."
Auf dem Weg nach Haus überlegte Jayden, was er machen sollte, auf Theater hatte er keine Lust und kein Selbstvertrauen. Naja egal, er würde das schon irgendwie meistern. 
Am nächsten Nachmittag war es schon so weit, die ersten vier Stunden. Seine Lehrerin hiess Frau Smith, eine Frau im mittleren Alter, mit weissen Haaren und sie war einbisschen mollig. Sie war begeistert von William Shakespeare.
,,Hallo meine Lieben, ich bin Frau Smith, eure Theaterlehrerin.",  Jayden war schon jetzt gelangweilt, alles nur so kleine eingebildete Teenager, die denken sie seien begabt.  
,, Jayden, was hat dich dazu gebracht, dich beim Theaterkurs anzumelden?", fragte Frau Smith.
Jayden überlegte, er könnte jetzt nicht sagen, dass einpaar Rowdies ihn verarscht haben.
,, Ehm, schauspielen macht mir sehr Spass. Die Tragödien und Komödien von Shakespeare sind einfach geil." 
,, Ja, endlich einer der es versteht! Super Jayden.", meinte Frau Smith, ,, und du Ryan? Was hat dich dazu gebracht?" 
Geschafft, dachte sich Jayden.
Nach einer Philosophiestunde mit Frau Smith, verteilte sie das Drehbuch: ,, Wir werden Titus Andronicus von Shakespeare spielen. Wer nicht weiss, was das ist, soll das nach googeln. Auf der ersten Seite stehen die Rollen, wir sind 27 und es gibt auch 27 Rollen. Alle Knaben müssen für Bassianus vorsprechen und die Mädchen für Laviana. Lest mal zuerst zu Hause in aller Ruhe das Drehbuch durch. Und achja, bevor ich es vergesse, heute ist Mittwoch oder? Ja, auf Freitag lernt ihr einpaar Strofen und ihr tragt es mir vor. Am Montag fangen wir an mit den Vorbereitungen!"
Da stürmte plötzlich jemand in den Theatersaal hinein, Jayden drehte den Kopf und schaute zur Tür. 



Dienstag, 9. Dezember 2014

Kapitel 5

Nach der Schule liefen Jonah und Jayden nach Hause. Sie plauderten, lachten und schwärmten von Mädchen. Da standen sie schon vor dem Haus von Jayden. 
,, Jayden, ich hole dich morgen um 7:15 ab, okay?", fragte Jonah.
,, Ja, bis morgen" 
Jayden betrat das Haus, er schaute sich um. Er ging ins Wohnzimmer und setzte sich auf das Sofa. Seine Mutter war wahrscheinlich noch bei der Arbeit. Jayden las den Zettel, den er im Chemiekurs bekommen hatte. Er war niedergeschlagen. Warum sollte jemand ihn ohne Grund hassen? Was hat er ihm oder ihr getan? Vielleicht nur weil er fett ist? Oder weil er ausser Jonah keine Freunde hatte? Jayden liess den Zettel fallen und rannte in den Keller und holte die Fotoalben hoch. Er setzte sich wieder auf das Sofa und ihm kamen schon Tränen. Jayden hatte viele Höhen und Tiefen. Der tiefste Schlag war für ihn vor sieben Jahren, als sein Vater durch eine Autokolission starb. Er liess Jayden und seine Frau Rose alleine. Alles wurde schwerer für die Familie. Sein Vater war sein Mentor, sein bester Freund, sein Vorbild und sein Held. Alles wäre einfacher, wenn er noch da sein würde. Bevor er das Album aufschlug ,schaltete Jayden das Lieblingslied seines Vaters auf, Collide von Howie Day. Jayden nahm tief Luft und schlug das Album auf. Jayden kamen wieder die Tränen. Auf diesem Bild war Jayden 4 Monate alt, sein Vater hielt ihn in den Armen. Sein Vater hatte lange, braune Haare, dunkelbraune Augen und er war ziemlich gross. Er blätterte weiter, weiter und weiter. Er dachte an die schönen Erinnerungen mit seinem Vater. Sein Vater sagte ihm mal: ,, Wenn alles schon Hoffnungslos scheint, mach das beste daraus mein Sohn." Seine Mutter versuchte die Rolle des Vaters zu übernehmen. Aber eine Mutter ist nicht das Gleiche wie ein Vater. Da stoss er auf ein Bild, sein Vater und Jayden sassen zusammen am Esstisch. Jayden nahm das Bild sorgfältig mit Tränen raus und rannte aus dem Haus. Er rannte quer durch die Strasse. Da stand er vor dem Friedhof. Er schaute mit Tränen in den Himmel und er rannte in den Friedhof. Er stand da, vor dem Grab seines Vaters und er fing an zu weinen. 
,, Hey Dad, ich bins. Ich wünschte du wärst hier. Mein Leben ist scheisse. Ich weiss du sagtest mir mal, ich sollte stark sein, aber ich kann das nicht. Ich vermisse dich. Du warst mein Held"
Jayden kniete sich weinend vor dem Grab, schaute das Bild an und schaute wieder zum Himmel hinauf. Die Wolken wurden schon grau und es fing an zu regnen.
,, Schau Dad, es regnet, dein Lieblingswetter", sagte Jayden mit Tränen in den Augen, ,, Ich weiss noch als es stark gewittert hat und ich tierisch Angst hatte und du mich dann in den Armen genommen hast und mir Mut gemacht hast. Ich liebe dich. Ich weiss man muss halt manche Dinge los lassen und nach vorne schauen, aber die Vergangenheit holt mich immer wieder ein. Ich erinnere mich, wo wir uns zum ersten mal gestritten haben. Da warst du ziemlich sauer auf mich. Warum musstest so früh sterben. Ich weiss jeder stirbt mal, aber warum gerade du. Ich kann es nicht los lassen. Dein starker Sohn hat keine Kraft mehr." 
Jayden schiebte das Bild sorgfältig zwischen den Blumen und stand auf. Er drehte sich gegen das Grab seines Vaters. Er packte sein iPod aus und schaltet das Lieblingslied von seinem Vater wieder an. Er steckte die Kopfhörer in die Ohren. Er schaute noch einmal auf das Grab und küsste sie noch einmal. 
Es regnete wie aus Kübel, aber in diesem  Moment war das dem Jayden egal. Er schaute das Grab nochmals an und sagte sich: ,, Ich muss einfach los lassen Dad, bis irgendwann wieder." Und er ging weinend nach Hause. Er betrat das Haus wieder, verräumte die Alben wieder und ging in sein Zimmer. Er schaute in seinen Spiegel, auf dem klebte ein Bild von seinem Vater, er nahm das Bild, ging ins Bett und steckte die Kopfhörer wieder rein, legte das Bild auf seine Brust, hörte das Lied Collide die ganze Zeit an und schlief so ein. 
RIP William Peter King 
1974-2007

Samstag, 6. Dezember 2014

Kapitel 4

,, Herzlich willkommen zur ersten Chemiestunde, ich bin Herr Dunn, ich werde diesen Kurs unterrichten und hier gelten meine Regeln, wer es bricht wird seine Strafe bekommen. Ich habe die Namen der Mädchen in dieser Schüssel, die Jungs ziehen einen Zettel und die jenige, die ihr zieht wird eure Chemiepartnerin sein."
Jonah flüsterte zu Jayden: ,, Hoffentlich ziehe ich Yasmin, schau dir die an, die ist eine glatte 12." 
Da war schon der Lehrer vor ihnen, die Jungs zogen einen Zettel. Jayden machte Augen, als er seinen Zettel sah.
,, Wen hast du Jayden?", fragte Jonah neugierig.
,, Rebecca", sagte Jayden mit einem Lächeln, ,, und du?"
,, Alter, du glücklicher. Sandra, ich weiss nicht wer das ist, aber ich hoffe die ist mindestens eine 10, hehe", sagte Jonah mit Hoffnungen.
,, Findet euren Partner und setzt euch zusammen, aber schnell!", schrie Herr Dunn so laut, dass die Schüler ihn noch hören konnten vom ganzen gequatsche.
,, Ich geh mal Sandra suchen. Sprich sie jetzt endlich mal an. Achja, du musst sie ja ansprechen, hehe", sagte Jonah lachend.
,, Hey, bist du Sandra? Nicht? Okay. Hey bist du Sandra? Auch nicht? Hm.."
Da fing Jonah an zu verzweifeln, er hatte alle 10er bis 12er gefragt, ob sie Sandra seien, aber keine war Sandra. 
,, Hey, ich bin Sandra", sagte eine Stimme von hinten. Jonah drehte sich um und wusste nicht was sagen. Ihr denkt jetzt sie wäre keine 12 sondern eine 120? Nein im Gegenteil, sie war eine Null für Jonah. Sie hatte mittellange rote Haare, grüne Augen und sie trug eine Brille. Ihr Styling? Ein von Oma gestrickter Pullover, einen Rock, der bis zur Knie ging und unter dem Rock Strumpfhosen, die in regenbogenfarben waren, wahrscheinlich auch von der Oma gestrickt. 
,, Hallo, wie heisst du? Ich bin Sandra."
,, Ehm ja, ich bin Jonah hallo, ich bin dein Chemiepartner."
,, Ja super", sagte Sandra lächelnd
,, Nein, eher scheisse ", flüsterte Jonah vor sich.
,, Wie bitte? Hast du was gesagt?", meinte Sandra mit einem Lächeln im Gesicht.
,, Nichts, nichts, ja es ist super, dass wir Partner sind.", sagte Jonah mit verstellter Stimme. In diesem Moment schaute Jonah sich um was Jayden gemacht hatte , hatte er sie angesprochen oder hatte er sich wieder auf der Toilette eingeschlossen wie in der fünften Klasse. Aber Jonah sah, dass Rebecca und Jayden zusammen schon am sitzen waren. 
,, So meine Damen und Herren, wie gesagt, ich bin Herr Dunn und werde euch unterrichten." 
In diesem Moment bekam Jayden von hinten einen Zettel angeworfen, in dem stand : ,, Hast du gestern meine Nachricht auf Whatsapp bekommen du Fettsack?" 
Jayden schaute nach hinten, aber Billy war nicht im selben Kurs wie er und sonst kannte er niemanden mehr. Wer konnte das denn sein? Ein neuer Feind? Was hatte Jayden ihm getan? 

Freitag, 5. Dezember 2014

Kapitel 3

Da war er, dieser Schmierkopf, Tyson McConnerry, der Quarterback der Footballmannschaft, Rebeccas Freund und der beliebteste Junge von New Jersey. Er starrte die Jungs mit seinem kastanienbraunen Haaren, 44er Bizeps und seinen blauen Augen an.
,, Na,wen haben wir denn hier? Der Fettsack Jayden und sein Streberfreund Jonah, bereit um gemobbt zu werden?'', sagte Tyson mit einem coolen Blick.
Die Jungs schwiegen. Tyson kann es nicht dulden, wenn man ihm nicht antwortete.
,, Ihr wollt mir also nicht antworten hm..? Hm..? Eyy ihr kleine Pisser, antwortet mir!'', als er immernoch keine antwort bekam, ,, Ihr wollt mir also nicht antworten?'', schupste er Jonah mit voller Wucht auf den Boden, sodass Jonah sich den Kopf anschlug.
,, Du verdammter Bastard! Denkst du, du bist hier der Boss? Du bist nur Abschaum!!", rastete Jayden aus.
,, Was hast du gesagt du kleiner Fettsack? Hattest du heute Morgen dein Frühstück nicht aufgegessen?"
Tyson stiess Jayden gegen einen dicken Baumstamm, sodass Jayden danach auf die Erde fiel.
,, Und leg dich nicht mit mir an du Bastard!", nach diesen Worten machte Tyson sich aus dem Staub.
,, Jayden? Alles okay?'', fragten Jonah mit Schmerzen am Hinterkopf.
,, Ja, alles okay. Nur meine Hose ist dreckig. Bei dir? Auch alles okay?''
,, Ja habe nur einbisschen Schmerzen am Hinterkopf, aber sonst alles okay.''
Die Jungs versuchten auf zu stehen, bevor sie jemand sah, doch alle schauten sie an. Da kam Rebecca angerannt : ,, Alles okay Jungs? Es tut mir Leid, wegen Tyson, der kann sich manchmal nicht kontrollieren. 
,, Ja alles okay, kein Problem.", antwortete Jonah.
,, Also bis irgendwann wieder Jungs" 
Jayden fehlten die Worte, er schaute sie an, ihre blaue Augen, lange blonde Haare, ihr süsses Lächeln und er überlegte mal sie zu entführen. Haha  dieser Jayden ein richtig lustiger Kerl.
Naja so fing die High School für die Jungs mit einer dreckigen Hose und Kopfschmerzen an. Das wird ein hartes Jahr.